Artemisia annua, das Superkraut

Der einjährige Beifuß aus der Familie der Korbblütler stammt aus China, wird jedoch mittlerweile überall auf der Welt angebaut. Er wächst auch in unserem Klima, sogar im Töpfchen auf dem Balkon.
2015 bekam die Chinesin Youyou Tu den Nobelpreis für ihre Entdeckung und Erforschung der Wirkung von Artemisia annua gegen Malaria.
Dadurch wurden immer mehr Menschen auf diese Pflanze aufmerksam, so dass es inzwischen mehr als 500 wissenschaftliche Studien über die Wirkung der Artemisia annua gibt.
Die Pflanze verfügt über mehr als 600 biologisch wirksame Inhaltstoffe. Darunter Vitamine (vor allem Vitamin E), Mineralien und Spurenelemente wie Eisen, Zink, Kalium, Calcium, Mangan, Phosphor, Schwefel und Bor. Sie enthält Ballaststoffe, Bitterstoffe, Bioflavonoide, Aminosäuren, ätherische Öle und Antioxidantien.
 
Wirkungsspektrum:

  • stärkt das Immunsystem 
  • wirkt antibakteriell z.B. bei Blasenentzündung, Augenentzündungen
  • wirkt antiviral gegen sehr viele Viren, auch HIV und Herpes
  • wirkt antimykotisch gegen Pilzerkrankungen wie z.B. Candida albicans, Darmpilze
  • wirkt gegen Wurmerkrankungen 
  • wirkt gegen Borreliose 
  • hilft bei Verdauungsbeschwerden durch Anregung der Bildung von Verdauungssäften
  • erzielt in der Krebstherapie gute Ergebnisse
  • unterstützt als Salbe die Wundheilung
  • reinigt bakteriell verunreinigtes Wasser
  • wirkt adaptogen

 
 Adaptogene sind Stimulantien aus natürlichen Stoffen. Sie harmonisieren und machen nicht abhängig.
·       Sie unterstützen uns bei körperlichem, geistigem und seelischem Stress.
·       Sie steigern die Widerstandskraft gegen viele chemische und physikalische Einflüsse.
·       Sie normalisieren den Stoffwechsel. 
·       Sie bleiben auch nach langer Einnahme ohne Nebenwirkungen.
 
Anwendung:
 
prophylaktisch:  Verzehr von 1 – 2 frischen Blättern täglich
therapeutisch:  

  • als Tee ein gestrichener Teelöffel bzw. 5 g getrocknete Blätter oder 25 g frische Blätter pro Tasse. Bis zu 4 Tassen täglich.

       Der Tee schmeckt sehr bitter, er kann jedoch mit Birkenzucker, Kokoszucker oder Honig gesüßt           werden oder mit einem anderen Tee (z.B. Schweizer Kräutertee) gemischt werden.
       Alternativ gibt es Kapseln mit Artemisia Pulver.

  • Als Essenz auf die Haut aufgetragen (bei Verletzungen, Stichen, Herpes, Entzündungen). Tropfenweise eingenommen bei Zahnfleischentzündungen und ersten Anzeichen einer Erkältung, evtl. mit Wasser verdünnt.
  • Als Salbe bei Hämorrhoiden, Dekubitus, Windeldermatitis, Akne, Fußpilz (auch Essenz).

 
Die Pflanze ist in Biogärtnereien erhältlich, die Essenz z.B. bei https://www.naturessenzenwinzig.de/

 

Gastbeitrag von Birgit Krawczyk, Heilpraktikerin aus Heilbronn.